Herzlich willkommen auf der Seite des Evangelischen Waldkindergarten "Gipfelstürmer"

home Unsere Einrichtung und unsere Räumlichkeiten

 

Unser Waldkindergarten liegt in Baiersbronn Oberdorf auf einem direkt an den Wald anliegenden Grundstück in der Kurve wo die Beethovenstraße in die Mozartstraße übergeht.

Wir sind ein eingruppiger Kindergarten mit Platz für 20 Kinder im Alter von 3 Jahren bis zum Schuleintritt. Wir haben verlängerte Öffnungszeiten (VÖ) und dadurch täglich von 7.30 Uhr bis 13.30 Uhr geöffnet.

Das Besondere an einem Waldkindergarten ist, dass wir uns überwiegend in der Natur aufhalten. Als Notunterkunft für Unwetter haben wir einen Zirkus- Kindergartenwagen auf unserem Hauptplatz. In diesem Wagen ist genügend Platz für alle Kinder und Erzieher*innen. Wir haben hier einen Gruppenraum mit einer zweiten Ebene, eine kleine Küchennische, eine Komposttoilette und eine Garderobe. Wir halten uns hier nur auf, wenn das Wetter zu schlecht ist, um in den Wald zu gehen. Zum Toben und Bewegen gehen wir nach draußen. Auch unser normaler Alltag findet in der Regel draußen statt. Zusätzlich zum terrassenförmig angelegten Hauptgelände am Bauwagen haben wir verschiedene Plätze im Wald, die wir täglich im Wechsel anlaufen können.

 

 

 

Unsere Arbeitsschwerpunkte

 

In unserem Waldkindergarten ist uns ein wertschätzender Umgang untereinander wichtig. Wir legen Wert auf eine gute Gemeinschaft zwischen den Kindern, den Eltern, dem Erzieherteam und anderen Kooperationspartnern.

Das Vorleben und Vermitteln christlicher Werte ist fester Bestandteil unseres pädagogischen Handelns.

Unsere Arbeit richtet sich aus an den Interessen, Bedürfnissen und Fähigkeiten jedes einzelnen Kindes.

Als Gäste im Wald gehen wir mit Pflanzen und Tieren behutsam und achtsam um. Ressourcenschonendes und nachhaltiges Handeln begleitet unseren Waldkindergartenalltag.

Auf unseren Plätzen im Wald sind wir täglich bei Regen und Sonnenschein unterwegs auf Entdeckungstour.

In erster Linie erschließen sich die Waldkindergartenkinder die Welt und den Lebensraum Wald durch eigenes Erleben und Tun. Einen großen und wichtigen Teil des Tages nimmt die freie Bildungszeit ein, wobei die Kinder alleine und mit anderen gemeinsam Ideen entwickeln und verwirklichen.

Bilderbücher, Bestimmungsbücher, Werkzeuge, Becherlupen und Malutensilien haben wir in unserem Bollerwagen im Wald täglich mit dabei.

In Kleingruppen und im Morgenkreis werden verschiedene Themen behandelt, die aus der aktuelle Jahreszeit, den anstehenden Feste des Kirchenjahres oder Interessensäußerungen der Kinder entspringen.

 

Öffnungs-, Bring- und Abholzeiten

  • add Öffnungszeiten
    Montag:7.30 - 13.30 Uhr
    Dienstag:7.30 - 13.30 Uhr
    Mittwoch:7.30 - 13.30 Uhr
    Donnerstag:7.30 - 13.30 Uhr
    Freitag:7.30 - 13.30 Uhr
  • add Bring- und Abholzeiten

    Sie können Ihr Kind täglich zwischen 7.30 Uhr und 8.30 Uhr bringen und zwischen 12.30 Uhr und 13.30 Uhr abholen. 

    Bitte beachten Sie, dass Sie Ihr Kind spätestens um 8.30 Uhr auf den Bauwagenplatz gebracht haben, da wir zu einem späteren Zeitpunkt möglicherweise schon im Wald unterwegs sind.

perm_contact_calendar Kontaktdaten

Sie wollen uns persönlich kennen lernen, möchten Ihr Kind gerne bei uns anmelden oder haben weitere Fragen? Dann melden Sie sich einfach bei uns.

 

Evangelischer Waldkindergarten "Gipfelstürmer"
Beethovenstraße 47
72270 Baiersbronn

Telefon: 01577 6291077

Mail: waldkindergartendontospamme@gowaway.evang-kirche-baiersbronn.de

Leitung: Anna Pflüger

 

 

 
Netzwerken im Internet
 

Konzeption

  • add Unsere Einrichtung

    Historie des Waldkindergartens

    Die Idee des Waldkindergartens stammt aus Dänemark. Dort ist der Aufenthalt in der Natur ein selbstverständliches Angebot in der Vorschulerziehung. Der erste offizielle Waldkindergarten wurde in den 50er Jahren in Dänemark gegründet. In Deutschland wurde der erste offizielle Waldkindergarten 1993 in Flensburg eröffnet.

    Der klassische Waldkindergarten zeichnet sich dadurch aus, dass er kein festes Kindergartengebäude hat, sondern lediglich eine Schutzhütte, die bei extremen Wetterbedingungen aufgesucht werden kann und als Materiallager dient. Die Kinder verbringen in der Regel die komplette Betreuungszeit im Wald und der freien Natur.

     

    Unser Waldkindergarten

    In der Gemeinde Baiersbronn fanden im Jahr 2015 erste Bemühungen statt, um einen Waldkindergarten zu eröffnen. Diese scheiterten aber zunächst im Jahr 2016 kurz vor ihrem Ziel. Der Wunsch der Bevölkerung nach einem Waldkindergarten blieb weiterhin bestehen. Dies zeigte sich unter anderem im Oktober 2019 in einer Petition, welche die Wiederaufnahme und Umsetzung der bisherigen Planung eines Waldkindergartens zum Ziel hatte. Schließlich stimmte der Gemeinderat Baiersbronn Anfang 2020 einstimmig für die Eröffnung eines Waldkindergartens. Somit wurden die Weichen für die Schaffung weiterer Kindergartenplätze und für eine Alternative zu den bestehenden Hauskindergärten gestellt.

    Im April 2020 stimmte die Evangelische Kirchengemeinde Baiersbronn einstimmig dafür, die Trägerschaft des Waldkindergartens zu übernehmen. Nach Erhalt der Betriebserlaubnis, der Erledigung notwendiger baulicher Maßnahmen, der Beschaffung der Schutzunterkunft und der Einstellung des Personals nahm der Evangelische Waldkindergarten „Gipfelstürmer“ Ende des Sommers 2020 seinen Betrieb auf.

    Der Waldkindergarten befindet sich in Baiersbronn im Ortsteil Oberdorf an der Kurve Beethoven-/Mozartstraße. Das genutzte Grundstück (Flurstück 2767/2) und der angrenzende Wald ist Gemeindeeigentum. In nächster Nähe befindet sich ein Parkplatz, der von den Waldkindergarteneltern und –mitarbeiter*innen genutzt werden darf.

     

    Der Bauwagen

    Der Waldkindergartengruppe steht als Schutzunterkunft ein Bauwagen zur Verfügung. Dieser wird aufgesucht, wenn eine Unwetterwarnung herausgegeben wurde. Auch wenn nach Einschätzung des Erzieherteams ein anderer Grund dafür besteht sich nicht gefahrlos im Wald oder Freien aufhalten zu können, ist dies der Fall. Der Bauwagen dient bei sehr kalter und/oder nasser Witterung auch als Aufenthaltsraum, um sich aufwärmen zu können, Kleidung zu trocknen und für die Essensaufnahme.

     

    Waldplätze

    Im und am Wald stehen den Kindern und Erzieher*innen des Waldkindergartens verschiedene Plätze zur Verfügung, die wir die Woche über aufsuchen und auf denen wir uns den Tag über aufhalten.

    Jeder Waldplatz hat seinen eigenen Charakter und weißt unterschiedliche Merkmale auf. Je nach Witterung, Jahreszeit und geplanten Aktivitäten werden an den jeweiligen Tagen die verschiedenen Waldplätze ausgesucht.

     

    Komposttoilette

    Auf unserem Wiesengrundstück befindet sich im Bauwagen eine Komposttoilette (Entsorgung über Restmülltonne). Zum Verrichten des kleinen Geschäfts der Kinder gibt es an den jeweiligen Waldplätzen gekennzeichnete Plätze. Sind wir im Wald unterwegs, wir das große Geschäft abseits der Spiel- und Aufenthaltsorte vergraben.

     

    Versorgungshütte

    Auf der Wiese, auf welcher der Bauwagen steht, befindet sich auch unsere Versorgungshütte.

    In ihr ist unser Wasser- und Stromanschluss zu finden. Sie dient außerdem als Unterstellmöglichkeit z.B. für unseren Bollerwagen und Brennholz.

     

  • add Rahmenbedingungen

    Das Aufnahmeverfahren

    Bei Interesse an einem Kindergartenplatz in unserem Waldkindergarten setzen Sie sich bitte telefonisch oder per E-Mail mit der Einrichtungsleitung des Waldkindergartens in Verbindung.

    Die Telefonnummer und E-Mailadresse erhalten Sie auf der Homepage der Kindergärten der Evangelischen Kirchengemeinde Baiersbronn. Die Platzvergabe erfolgt nach einem Punktesystem, welches verschiedene Aufnahmekriterien berücksichtigt.

    Kurz vor der Aufnahme in den Waldkindergarten findet zwischen den Sorgeberechtigten und unserem Erzieherteam ein Aufnahmegespräch im Bauwagen statt.

     

    Die Kosten

    Der Elternbeitrag ist 11-mal jährlich zu bezahlen. Der Monat August ist in der Regel beitragsfrei. Da die Beiträge jährlich neu berechnet werden und sich dadurch immer wieder Zahlen ändern können, entnehmen Sie die aktuellen Zahlen bitte der Homepage der Kindergärten der Evangelischen Kirchengemeinde Baiersbronn, den Anmeldeunterlagen oder erfragen diese direkt in der Evangelischen Kirchenpflege Baiersbronn.

    Neben den Elternbeiträgen fallen punktuell weitere Kosten z.B. für Lebensmittel zum Kochen an. Wir informieren Sie über diese immer rechtzeitig. Bei Fragen kommen Sie gerne auf uns zu.

     

    Die Gruppe

    Unser Waldkindergarten betreibt aktuell eine Waldkindergartengruppe mit bis zu 20 Kindern. Aufgenommen werden Kinder im Alter von drei Jahren bis zum Schuleintritt. In Absprache mit der Gemeinde und bei Bedarf kann der Waldkindergarten um weitere Gruppen vergrößert werden.

    Die Waldkindergartengruppe wird von pädagogischen Fachkräften betreut, welche die staatlich anerkannte Erzieher*innenausbildung abgelegt haben. Die pädagogischen Fachkräfte haben bereits verschiedene Fort- und Weiterbildungen im Bereich Natur- und Waldpädagogik absolviert und bilden sich regelmäßig weiter. An Fortbildungs-, Urlaubs- und Krankheitstagen werden die Fachkräfte von einer Vertretungskraft unterstützt bzw. vertreten.

    Für Absolventen des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) bieten wir eine Stelle an.

     

    Krankheiten bei Kindern

    Ist ein Kind krank (Fieber, Erbrechen, Durchfall, starke Erkältung…) bitten wir die Sorgeberechtigten das Kind zuhause zu behalten und es noch am selben Kindergartentag bis spätestens 08.30 Uhr telefonisch abzumelden. Bleibt ein Kind aus einem anderen Grund dem Waldkindergartenbetrieb fern, bitten wir ebenfalls um telefonische Mitteilung.

    Ist ein Kind oder eines seiner Familienmitglieder an einer ansteckenden Krankheit erkrankt, sind die Sorgeberechtigten dazu verpflichtet, dies dem pädagogischen Fachpersonal des Waldkindergartens mitzuteilen. Nach §34 IfSG ist der Waldkindergarten dazu verpflichtet bestimmte Infektionskrankheiten wie z.B. Masern, Mumps, Röteln, Scharlach, Windpocken, Keuchhusten, Diphtherie, Läuse… dem Gesundheitsamt zu melden. Das Kind darf erst nach vollständiger Genesung den Waldkindergarten wieder besuchen.

    Der Waldkindergarten behält sich vor, nach Einschätzung des pädagogischen Fachpersonals kranke Kinder nicht zu betreuen, wenn sie dennoch von den Sorgeberechtigten in den Waldkindergarten gebracht werden. 

     

    Impfungen

    Seit März 2020 gilt die Regelung, dass nur Kinder, bei denen ein vollständiger Masernschutz vorhanden ist, in die Kindergarteneinrichtung aufgenommen werden dürfen. Dieser erfolgt in der Regel durch eine vollständige Schutzimpfung. Kinder, die aufgrund einer anderen Erkrankung keine Impfung erhalten können, benötigen hierfür ein ärztliches Attest.

    Für Kinder, die sich regelmäßig im Wald aufhalten, werden die Impfungen empfohlen, die im Impfkalender der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut aufgeführt sind. Insbesondere sollte auf einen ausreichenden Impfschutz gegen Tetanus (Wundstarrkrampf) und FSME durch Zeckenbiss geachtet werden. Auch die FSME-Impfung gehört in Baden-Württemberg zu den öffentlich empfohlenen Schutzimpfungen.

  • add Kontaktzeiten und -wege

    Öffnungszeiten

    Unser Waldkindergarten hat verlängerte Öffnungszeiten. D.h. er ist täglich von 07.30 Uhr - 13.30 Uhr geöffnet.

    Bringen können Sie ihr Kind von 7.30 Uhr - 8.30 Uhr

    Abholen können Sie ihr Kind von 12.30 Uhr - 13.30 Uhr

    Für Kinder, die gerade im Waldkindergarten eingewöhnt werden, können die Bring- und Abholzeiten geändert sein. Informationen dazu erhalten Sie im Rahmen des Aufnahmegesprächs.

    Bitte achten Sie darauf, dass Sie ihr Kind bis spätestens 08.30 Uhr auf den Bauwagenplatz gebracht und spätestens um 13.30 Uhr wieder abgeholt haben. Wenn Sie ihr Kind nach der Bringzeit zu unserem Bauwagenplatz bringen, hat es keine Zeit mehr sich vor dem Morgenkreis in Ruhe einzufinden. Zudem kann die Waldkindergartengruppe dann bereits unterwegs zu einem Waldplatz und nicht mehr am Bauwagenplatz sein.

    Kommen Sie erst nach der Abholzeit ihr Kind am Bauwagenplatz abholen, können wir unsere Aufsichtspflicht für ihr Kind nicht gewährleisten. Zudem wird ihr Kind traurig und irritiert sein, warum alle anderen Kinder bereits abgeholt wurden, es selbst aber nicht.

     

    Erreichbarkeit

    Das Erzieherteam führt immer mindestens ein Handy mit sich. Da wir während den Öffnungszeiten in erster Linie Zeit und Ruhe für die Kinder haben wollen, bitten wir darum, dass Sie uns während den Öffnungszeiten nur im Notfall anzurufen.

    Für sonstige Anliegen bitten wir darum die Telefonzeiten am Nachmittag in Anspruch zu nehmen.

    Die aktuellen Waldhandynummern und die Telefonzeiten erhalten Sie von unseren Erzieher*innen vor Ort.

    Anliegen, die den direkten Waldkindergartentag betreffen, können Sie uns selbstverständlich beim Bringen oder Abholen der Kinder in einem kurzen „Tür- und Angelgespräch“ mitteilen.

     

    Informationswege

    Uns ist es wichtig, dass wir in unserem Waldkindergarten transparent arbeiten und ein guter Informationsfluss zwischen den Familien und dem Erzieherteam besteht. Bitte kommen Sie mit Ihren Fragen, Wünschen und Anregungen immer direkt auf uns zu.

    Wir können Ihnen so auch direkt die Antworten und Informationen geben, die Sie wissen wollen.

    Informationen, die den Waldkindergartenalltag und dessen Organisation betreffen, erhalten Sie per Elternbrief, den wir in den Rucksack der Kinder stecken. Außerdem können Sie manche Informationen auch per Mail erhalten. Voraussetzung dafür ist, dass Sie uns Ihre E-Mailadresse bekanntgeben und Sie einwilligen, dass wir diese zum Austausch von Informationen nutzen dürfen. Ihre E-Mailadresse wird nicht an Dritte weitergegeben.

    Am Eingang zu unserem Bauwagenplatz befindet sich ein Schaukasten. Da sich der Schaukasten in der Nähe eines öffentlichen Spazierwegs und der Straße befindet, werden in ihm nur Informationen ausgehängt, die nicht unter den Datenschutz fallen.

    Muss z.B. auf Grund einer Unwetterwarnung kurzfristig die Betreuung des Waldkindergartens zum Großteil im Bauwagen stattfinden, werden Sie darüber über eine Telefonkette informiert.

    Der Nutzung Ihrer Telefonnummer für die Telefonkette müssen Sie zuvor schriftlich zugestimmt haben.

    Um alle Informationen, die Sie und Ihr Kind betreffen, rechtzeitig zu erhalten ist es wichtig, dass Sie täglich im Rucksack Ihres Kindes, in Ihrem E-Mailpostfach und auf den Schaukasten schauen!

     

    Die Schließzeiten

    An kirchlichen Feiertagen ist unser evangelischer Waldkindergarten geschlossen.

    Der Waldkindergarten hat an 32 Tagen im Kalenderjahr geschlossen. 29 Tage davon sind Schließtage und drei Tage davon werden von uns für die Planung des Kindergartenjahrs und die Qualitätsentwicklung und -sicherung genutzt.

    Der Großteil der Schließzeiten befindet sich innerhalb der Schulferien. Die aktuellen Schließzeiten erhalten die Sorgeberechtigten zu Beginn des Kindergartenjahres und/oder können auf unserer Homepage eingesehen werden. Änderungen werden den Sorgeberechtigten rechtzeitig bekanntgegeben.

  • add Tages-, Wochen, und Jahresplan

    Der Tagesablauf

    • Bringzeit: 07.30 - 08.30 Uhr
    • freie Bildungszeit: ab 07.30 Uhr
    • Morgenkreis:

      • Begrüßungslied
      • Zählen der Kinder
      • Wer fehlt?
      • Bestimmung des Wetters/Wochentages/des Monats/der Jahreszeit
      • themenbezogene Lieder, Spiele und Aktionen
      • Verteilung der Tagesdienste
      • Auswahl des heutigen Waldplatzes
      • Besprechung des Tagesablaufs und aktueller Anliegen

    • Weg zum Waldplatz
    • Vesper: 10.30 Uhr
    • freie Bildungszeit/Kleingruppenangebote/Projekte
    • Rückweg zum Bauwagenplatz
    • Abschlusskreis

      • Abschlusslied singen
      • Reflexion des Tages

    • Abholzeit: 12.30 - 13.30 Uhr

    Nach Ende des Morgenkreises bis Anfang der Abholzeit halten sich die Kinder und Erzieher*innen auf einem Platz im Wald auf oder sind unterwegs auf Entdeckungstour.

     

    Übergänge im Kindergartenalltag

    Am Tag müssen die Kinder viele Übergänge bewältigen. Sie kommen morgens von zuhause in den Waldkindergarten und gehen am Nachmittag vom Waldkindergarten wieder nachhause.

    Den Waldkindergartentag über müssen sie sich immer wieder auf neue Situationen einstellen und sich in ihnen zurechtfinden. Im Waldkindergartenalltag ist es uns wichtig, dass die Kinder sich wohl, angenommen und sicher fühlen. Grundlage hierfür ist eine vertrauensvolle Beziehung zwischen den Erzieher*innen und Kindern und zwischen den Erzieher*innen und Sorgeberechtigten.

    Den Wechsel von einer Situation in eine andere kündigen wir den Kindern immer an, so können sie sich darauf einstellen. Methoden hierfür sind zum Beispiel Lieder und Abläufe, die sich jeden Tag wiederholen, sowie erklärende Gespräche.

     

    Angebote im Wochenverlauf

    Im Waldkindergarten gibt es Angebote, die sich wöchentlich wiederholen.

    Für die Vorschulkinder findet einmal in der Woche ein Angebot zur Schulvorbereitung statt. In regelmäßigem Abstand kochen alle Kinder und Erzieher*innen gemeinsam auf dem offenen Feuer. Durch die Zusammenarbeit mit verschiedenen Kooperationspartnern ergeben sich immer mal wieder auch neue Angebote, an denen der Waldkindergarten teilnimmt. Diese werden Ihnen von unseren Erzieher*innen bekanntgegeben.

    Orientiert an aktuellen Interessen, Entwicklungs- und Bildungsbedürfnissen der Kinder bearbeiten wir manche Themen in Form eines Projekts über einen längeren Zeitraum.

    Ausflüge können Bestandteil eines Projekts sein oder auch unabhängig davon unternommen werden. Ziele eines Ausflugs können z.B. Institutionen eines Kooperationspartners oder der Einkauf auf dem Wochenmarkt sein.

     

    Feste

    In unserem Evangelischen Waldkindergarten orientieren wir uns beim Feiern von Festen am Kirchenjahr, den Jahreszeiten und dem Kindergartenjahr. Die Feste bereiten wir mit den Kindern gemeinsam vor. Über anstehende Feste werden die Sorgeberechtigten rechtzeitig und per Einladung informiert.

    Ein Teil der Feste feiern die Kinder und Erzieher*innen unter sich, zu anderen Festen sind die Sorgeberechtigten, manchmal auch weitere Personen, herzlich eingeladen. Für Hilfe bei der Vorbereitung von Festen kommen wir auf die Eltern zu.

    Der Waldkindergarten gestaltet immer wieder Gottesdienste in der Evangelischen Kirche mit. Hierzu sind die Waldkindergartenfamilien herzlich eingeladen.

    Hat ein Kind oder ein*e Erzieher*in Geburtstag, lassen wir diesen Tag für das Geburtstagskind zu einem besonderen Tag werden. Weitere Informationen über die Geburtstagsfeier erhalten Sie von den Erzieher*innen und dürfen gerne bei diesen erfragt werden.

  • add Gefahren/Regeln und unsere Aufsichtspflicht im Waldkindergarten

    Um Unfällen, Verletzungen und Krankheiten vorzubeugen, haben wir im Waldkindergartenalltag Regeln, deren Einhaltung von den Erzieher*innen eingefordert wird.

    Die Einhaltung und Wichtigkeit der Regeln wird den Kindern vom Erzieherteam immer wieder ins Gedächtnis gerufen. Dies geschieht durch Vorleben, Erklären und Wiederholen. Wichtig ist, dass sich auch alle Sorgeberechtigten an die Waldkindergartenregeln halten.

    1.     Beeren, Früchte, Pilze und Kräuter werden nicht gepflückt und in den Mund gesteckt.

    • So wird einer Vergiftung durch Pflanzen/ -teile und dem Befall mit dem Fuchsbandwurm (Echinokokkose) vorgebeugt.
    • In Risikostudien wurde das Essen von (Wald-)Beeren und Pilzen nicht als Risikofaktor identifiziert! Es handelt sich um eine sehr seltene Erkrankung, in Baden-Württemberg wird etwa eine Neuerkrankung pro 1.000.000 Einwohner und Jahr gemeldet.

    2.     Es werden keine toten Tiere oder ungewöhnlich zutrauliche Tiere angefasst oder gestreichelt.

    • So beugen wir der Übertragung von Tollwut und Fuchsbandwurm vor.

    3.     Wir waschen unsere Hände nach dem Toilettengang und vor dem Vespern mit Wasser und Seife.

    • So schützen wir uns vor Krankheiten.
    • Um eine Erkrankung an Wundstarrkrampf (Tetanus) zu vermeiden, empfehlen wir den Sorgeberechtigten dringend die entsprechende Schutzimpfung. Der Erreger ist ein Bakterium das z.B. über Erde, Straßenstaub und Fäkalien von Menschen und Tieren über Hautverletzungen aufgenommen werden kann.

    4.     Beim Vesper wird auf Süßigkeiten, sowie zuckerhaltige Getränke, Fallobst und Brotaufstriche verzichtet.

    • So ziehen wir keine stechenden Insekten und Ameisen an.

    5.     Essen, das auf den Boden gefallen ist, wird nicht mehr gegessen.

    • So wird die Infektion mit dem Hantavirus vermieden. Das Hantavirus wird durch den Kot von Mäusen übertragen.

    6.     Wir hinterlassen keinen Müll.

    • Müll und Speisereste ziehen z.B. Mäuse und Füchse an, deren Ausscheidungen Krankheitserreger enthalten können.

    7.     Raupen mit Haaren und Gespinste werden nicht angefasst.

    • Manche Raupen haben Brennhaare, die z.B. allergische Reaktionen auslösen können.
    • Am bekanntesten ist der Eichenprozessionsspinner. Die Erzieher*innen kontrollieren die Aufenthaltsplätze der Waldkindergartengruppe regelmäßig per Sichtkontrolle. Befallene Gebiete werden entsprechend gemieden bzw. für die Kinder gesperrt. Das Erzieherteam steht diesbezüglich mit dem Forstamt im Austausch.

    8.     Wir schlagen nicht nach Insekten

    • Wir empfehlen den Waldkindergarteneltern ihre Kinder im Frühling, Sommer und Herbst mit Insektenschutzmittel, welches vor Mücken und Zecken schützt, täglichen vor dem Waldkindegartenbesuch einzureiben. Eine mögliche Methode ist, den aus den Schuhen herausstehenden Teil der Socken, die Hosenbeine, die Ärmel und Hände, den Nacken und Hals zu behandeln.

    9.     Wir tragen eine Kopfbedeckung und Kleidung die Arme und Beine bedeckt. Die Socken werden über die Hosenbeine gezogen

    • So schützen wir uns vor Zeckenbissen und Herbstmilbenstichen
    • Zecken können die beiden Krankheiten Borreliose und Frühsommermeningitis (FSME) übertragen. Gegen FSME empfehlen wir den Sorgeberechtigten für ihre Kinder dringend die entsprechende Schutzimpfung. Zudem ist es wichtig die Kinder, sobald sie vom Waldkindergarten nach Hause kommen, gründlich nach Zecken abzusuchen. Um einer Übertragung von Borreliose zuvor zu kommen ist das schnelle Entfernen einer Zecke wichtig.
    •  Achten Sie beim Absuchen besonders auf:

      • Haaransatz und den Bereich hinter den Ohren
      • Hals, Nacken, Achseln, Ellenbeuge
      • Bauchnabel, Hüftbereich, Genitalbereich, Oberschenkelinnenseiten, Kniekehlen

    • Die Sorgeberechtigten können dem Entfernen von Zecken und dem Desinfizieren der Bissstelle durch das Erzieherteam in den Anmeldeunterlagen zustimmen. Ist dies der Fall werden die Erzieher*innen eine entdecke Zecke bei den Kindern sachgerecht entfernen, die Bissstelle desinfizieren und mit einem Stift markieren. Den Sorgeberechtigten wird auf Wunsch die Zecke für eine Untersuchung auf Erreger in einem Labor mit nach Hause gegeben.
    • Die Erkrankungshäufigkeit der FSME ist wesentlich geringer als durch Borreliose und verläuft bei Kindern leichter als bei Erwachsenen. Die Erreger der FSME können sofort nach dem Stich übertragen werden.
    • Die Stiche der Herbstmilbenlarven sind durch ihren bis zu zwei Wochen andauernden intensiven Juckreiz äußerst unangenehm. Die Larven kommen im Spätsommer und Herbst vor, der Höhepunkt ihrer Aktivität liegt im August und September. Sie leben vor allem in Bodennähe und bevorzugen hohe Luftfeuchtigkeit. Sie sammeln sich an den Spitzen von Gräsern und anderen bodennahen Pflanzen und werden dann von dort durch die potenziellen Wirte abgestreift (Nager, Kleinvögel). Da die Herbstmilbe nicht sehr wirtspezifisch ist, wird der Mensch auch befallen. Da die Herbstmilbenlarven sehr klein sind, wird weder das Herumlaufen der Larven auf der Körperoberfläche bemerkt noch der Stich selbst. Mit einer Verzögerung von 24 Stunden bis wenigen Tagen setzt ein heftiger Juckreiz mit Rotfärbung der Stichstelle ein, der 10–14 Tage durchgehend anhält. Nach heutigem Kenntnisstand übertragen Herbstmilben in Deutschland keine Krankheitserreger.

    10.  Auf Hochsitze und aufgeschichtete Baumstämme wird nicht geklettert

    11.  Wir rennen nicht mit Stöcken in der Hand

    12.  Wir werfen nicht mit Steinen

    13.  Das Werkzeug aus der Werkzeugkiste wird nur im Beisein eine*r Erzieher*in bzw. nach deren Erlaubnis verwendet

    14.  Wurde eine Unwetterwarnung herausgegeben oder besteht nach unserer Einschätzung ein anderer Grund sich nicht im Freien aufzuhalten, hält sich die Waldkindergartengruppe an diesem Tag in ihrem Bauwagen auf, der als Notunterkunft ausgelegt ist.

    15.  Zum Umgang mit den verschiedenen Witterungsbedingungen siehe 3.14 Die Ausrüstung der Kinder

    16.  Wir beschädigen Bäume, Sträucher und Pflanzen nicht mutwillig

    17.  Wir gehen mit Tieren sorgsam um und verletze sie nicht mutwillig

    18.  Wir bleiben in Hör- und Sichtweite eine*r Erzieher*in

    19.  Wir gehen nicht über die geltenden Grenzen hinaus

     

    Aufsichtspflicht

    Das pädagogische Fachpersonal trägt während der Betreuungszeit die Verantwortung für die Aufsichtspflicht der Waldkindergartenkinder. Auf dem Weg zum Waldkindergarten und auf dem Weg vom Waldkindergarten nach Hause sind die Sorgeberechtigten für die Aufsichtspflicht der Kinder verantwortlich. Unsere Aufsichtspflicht beginnt mit der morgendlichen Übergabe des Kindes durch den/ die Sorgeberechtigte/n und endet mit der Abholung des Kindes durch die/ den Sorgeberechtigte/n.

    Bei Veranstaltungen und Festen auf dem Waldkindergartengelände, an denen die Kinder und Sorgeberechtigten teilnehmen, liegt die Aufsichtspflicht bei den Sorgeberechtigten.

    Das Erzieherteam führt immer einen Erste-Hilfekoffer und ein Handy mit den eingespeicherten Notfallnummern mit sich. Die Erzieher*innen werden regelmäßig im Leisten von Erste-Hilfemaßnahmen geschult.

    Eine Sichtkontrolle der Plätze, an denen sich die Kinder mit ihren Erzieher*innen aufhalten, wird täglich von uns durchgeführt. Schäden und Gefahren, die hierbei auffallen, werden umgehend gemeldet und behoben. Nimmt eine Beseitigung einer Gefahr längere Zeit in Anspruch, wird die betroffene Stelle je nach Gefahrenlage gemieden oder gesperrt.

    Die Verkehrssicherung des Bauwagens, des Bauwagenplatzes und der Waldplätze wird regelmäßig von einer dafür speziell geschulten Fachperson durchgeführt.

    Das Erzieherteam des Waldkindergartens entscheidet anhand der Wettervorhersage und Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes darüber, ob sich die Waldkindergartengruppe im Freien aufhält oder ihre Schutzunterkunft (Bauwagen) aufsucht.

    Für den Fall, dass sich die Waldkindergartengruppe einen gesamten Waldkindergartentag im Bauwagen aufhalten muss, ist dort verschiedenes Spielmaterial wie z.B. Bilderbücher, Tischspiele, und Bastelmaterial deponiert. Tische und Bänke, eine kleine Küchenzeile, eine zweite Spielebene und eine Komposttoilette erleichtern den Aufenthalt im Bauwagen ebenfalls.

  • add Ausrüstung der Kinder und Ausstattung des Bollerwagens

    Die Kleidung der Kinder soll robust, zweckmäßig und der Jahreszeit angepasst sein.

    Immer zu bedenken ist, dass es grundsätzlich im Wald kühler ist als außerhalb und dass sich im Laufe des Kindergartentages die Temperaturen ändern.

    Empfehlungen:

    ·         Immer:

    • Robuste Regen- bzw. Matschhose, möglichst am Po und an den Knien verstärkt à dient über das ganze Jahr als wärmend + Schmutz- und Nässeschutz
    • gute Regenjacke mit Kapuze
    • Fleecejacke
    • „Zwiebellook“ - mehrere dünne, nicht enganliegende Kleidungsschichten übereinander àdamit die Kinder bei Bedarf Kleidung aus- und wieder anziehen können
    • lange Hose + langes Oberteil
    • an kühlen Tagen: Strumpfhose, lange Unterhose oder Leggins
    • geschlossenes, wasserdichtes Schuhwerk
    • Kopfbedeckung
    • Sitzkissen 

    ·         Ersatzkleidung, jeweils 1x:

    • Socken dünn + dick (2x)
    • Oberteil dünn + dick
    • lange Hose dünn + dick
    • Unterhose (2x)
    • Ersatzhandschuhe
    • Ersatzmütze

    Die Ersatzkleidung wird im Bauwagen deponiert und muss regelmäßig von den Eltern auf Vollständigkeit, Größe und Jahreszeit kontrolliert werden (Erinnerung im Kalender eintragen J)

    ·         Im gutsitzenden Rucksack mit Brustgurt:

    • Regenhut mit breiter Krempe
    • bei Bedarf Wickelutensilien
    • ausreichend zu Trinken (Wasser oder Tee) in bruchfester, auslaufsicherer und für die Kinder gut zu öffnender Flasche
    • vielfältiges Vesper in für die Kinder gut zu öffnender Vesperdose z.B. belegtes Brot mit Gemüse- und Obststücken
    • Sitzkissen welches am bzw. im Rucksack verstaut werden kann

    ·         Winter:

    • wasserdichte, gefütterte Winterjacke
    • wasserdichte, gefütterte Regen- bzw. Matschhose
    • Strumpfhose, lange Unterhose oder Leggins
    • Wintermütze
    • Schal oder Schlauchschal
    • wasserdichte Handschuhe z.B. dünne Fingerhandschuhe und darüber wasserdichte, gefütterte Handschuhe/Fäustlinge + Ersatzhandschuhe
    • zwei - drei Paar (!) Socken (dünne + dicke z.B. Wollsocken)
    • wasserdichtes, gefüttertes Schuhwerk
    • warmer Tee in Thermosflasche

    ·         Sommer:

    • dünne, lange Hosen (möglichst in heller Farbe)
    • dünnes, langes Oberteil (möglichst in heller Farbe)
    • Kopfbedeckung mit breiter Stirn- und Nackenkrempe
    • wasserdichtes, geschlossenes Schuhwerk
    • das Kind sollte zuhause vor dem Kindergartenbesuch mit Sonnencreme
    • (mind. Lichtfaktor 30+) eingecremt werden
    • ausreichend zu Trinken in einer für die Kinder leicht zu öffnenden, bruchfesten Flasche

    Im Frühling, Sommer und Herbst empfehlen wir den Sorgeberechtigten ihre Kinder mit einem Insekten- und Zeckenschutzmittel einzureiben. Besonders wichtig sind hier die Körperbereiche, an denen die Kleidung beginnt bzw. endet à Hals, Handgelenke, Hüftbereich und Fesseln. Auch Nacken und Gesicht sollten nicht vergessen werden.

     

    Die Ausstattung des Bollerwagens

    Auf ihren Entdeckungstouren durch den Wald hat die Waldkindergartengruppe immer einen Bollerwagen mit folgendem Inhalt dabei:

    • Wasserkanister und biologisch abbaubare Flüssigseife zum Händewaschen
    • Handtücher
    • Klappspaten und Toilettenpapier (fürs „große“ Geschäft)
    • Erste-Hilfekoffer
    • Werkzeugkasten mit Werkzeug
    • Stifte und Papier
    • Holzbretter (Malunterlagen)
    • Seile
    • Lupen
    • Bilderbücher
    • Bestimmungsbücher
    • Wechselkleider
    • Regenplane
    • Tüte für gefundenen Müll
    • Wasser oder Tee, für den Fall, dass ein Kind nichts mehr zu Trinken hat

    Das Erzieherteam hat immer mindestens ein Handy mit den eingespeicherten Notfallnummern dabei.

  • add Instandhaltung

    Pfleglicher Umgang

    Wir legen Wert darauf, dass wir mit unseren Werkzeugen, Spiel- und Bastelmaterialien und dem Bauwageninventar sorgsam und nachhaltig umgehen. Bei Neuanschaffungen achten wir auf robustes und qualitativ hochwertiges, möglichst natürliches Material. Wenn doch mal etwas kaputt geht oder erneuert werden muss, reparieren wir Dinge, wenn möglich selbstständig, wenn möglich auch mit den Kindern gemeinsam.

    Es kann sein, dass wir für Reparaturen auch Eltern oder den Bauhof um Hilfe bitten.

     

    Mitarbeit der Eltern

    Uns ist es wichtig, dass alle Kinder, Eltern, Erzieher*innen und der Träger eine gute Gemeinschaft bilden, innerhalb der ein wertschätzender Umgang untereinander gepflegt wird. Die Kindergartenzeit im Waldkindergarten kann so für alle Beteiligten schön und bereichernd sein. Eine gute Gemeinschaft entsteht oft durch gemeinsames Tun und Gestalten. Beim gemeinsamen Vorbereiten und Durchführen von Festen und gemeinsamen Baueinsätzen, wollen wir solch eine gute Gemeinschaft wachsen lassen und pflegen.

    Im Waldkindergartenalltag gibt es immer wieder kleine anfallende Aufträge oder Dienste z.B. Handtücher der Waldkindergartengruppe waschen oder Material für Bastelaktionen sammeln und mitbringen, bei denen wir auf tatkräftige Mithilfe angewiesen sind.

  • add Das Erzieherteam

    Die Rolle der pädagogischen Fachkraft

    Die pädagogischen Fachkräfte haben die Aufgabe, jedes einzelne Kind in seiner Entwicklung zu begleiten, zu unterstützen und zu fördern. Sie bringen den Kindern dabei Geduld, Verständnis, Vertrauen und Wertschätzung entgegen. Für die Kinder sind die pädagogischen Fachkräfte neben ihren Eltern bzw. Sorgeberechtigten wichtige Bindungspersonen.

    Feinfühlig nehmen die pädagogischen Fachkräfte wahr, welche Bildungsprozesse das einzelne Kind gerade durchläuft, welche Interessen und Stärken es hat und wo es Unterstützung benötigt.

    Gemeinsam mit den Kindern sind die pädagogischen Fachkräfte unterwegs sich die Welt zu erschließen und Neues zu lernen. Sie bieten den Kindern Freiraum für eigene Ideen und Lösungswege. Die pädagogischen Fachkräfte sind Ansprechpartner für Fragen und Sorgen der Kinder und Eltern. Sie sorgen für eine Umgebung und ein Klima, in dem sich die Kinder und Eltern sicher und geborgen fühlen können.

     

    Die Teammitglieder

    Die Waldkindergartengruppe wird von pädagogischen Fachkräften betreut, die die staatlich anerkannte Erzieherausbildung abgelegt haben. Die pädagogischen Fachkräfte sind in verschiedenen Bereichen der Natur- und Waldpädagogik ausgebildet und bilden sich regelmäßig weiter. 

    An Fortbildungs-, Urlaubs- und Krankheitstagen werden die pädagogischen Fachkräfte von einer Vertretungskraft unterstützt bzw. vertreten.

    Für Absolventen des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) bieten wir eine Stelle an.

    Die Fachliche Leitung der Kindergärten der Evangelischen Kirchengemeinde Baiersbronn berät und unterstützt das Erzieherteam des Waldkindergartens in fachlichen Belangen.

    Fest für den Waldkindergarten angestellt sind in der Regel drei pädagogische Fachkräfte, wobei die Gruppenleitung auch gleichzeitig die Einrichtungsleitung ist. Die Fachkräfte können sich jederzeit gegenseitig vertreten.

     

    Die Einrichtungsleitung

    Die Einrichtungsleitung hat zusätzlich zum Gruppengeschehen verschiedene Aufgaben. Sie ist unter anderem verantwortlich für die Verwaltung sowie für pädagogische und konzeptionelle Aufgaben im Waldkindegarten. Die Einrichtungsleitung ist Ansprechperson für den Elternbeirat aber auch für einzelne Eltern bei sämtlichen Fragen. Sie ist die Verbindungsperson zwischen Eltern, Mitarbeiter*innen und Träger.

    Die Einrichtungsleitung führt mit allen Mitarbeiter*innen des Waldkindergartens jährlich ein Personalentwicklungsgespräch. Bei Bedarf finden auch mehrere Gespräche statt.

    Um über alle wesentlichen und aktuellen Themen informiert zu sein, nimmt die Einrichtungsleitung regelmäßig an den regionalen Leitungskonferenzen der Fachberatung sowie an den Leitungsrunden aller Kindergärten der Evangelischen Kirchengemeinde Baiersbronn teil.

     

    Zusammenarbeit im Team

    Das Erzieherteam tauscht sich regelmäßig im Arbeitsalltag und in wöchentlich stattfindenden Teamsitzungen aus. Der Entwicklungsstand der Kinder und das Gruppengeschehen sowie das eigene Vorgehen werden dabei beobachtet, reflektiert und dokumentiert.

    Der Tagesablauf, Projekte, Feste und Ausflüge werden gemeinsam von allen Teammitgliedern vorbereitet und durchgeführt.

     

    Zusammenarbeit mit dem Träger

    Die Evangelische Kirchengemeinde Baiersbronn als Trägerin und der Waldkindergarten arbeiten in engem Austausch zusammen.

    Um aktuelle Anliegen und Informationen mit dem Erzieherteam auszutauschen und zu besprechen kommt die Fachliche Leitung einmal pro Woche, bei Bedarf auch mehrmals vor Ort in den Waldkindergarten. Für die Mitarbeiter*innen steht die Fachliche Leitung als erste Ansprechpartnerin des Trägers jederzeit zur Verfügung. Die Fachliche Leitung nimmt in regelmäßigen Abständen an Teamsitzungen teil. Bei Bedarf kann sie zu einzelnen Sitzungen oder Gesprächen z.B. auch mit dem Elternbeirat hinzugezogen werden.  

    Die Fachliche Leitung führt mit der Einrichtungsleitung jährlich ein Personalentwicklungsgespräch.

    Der Kirchengemeinderat der Evangelischen Kirchengemeinde Baiersbronn ist als Träger interessiert am aktuellen Geschehen der Kindergärten. Er hört die Fachliche Leitung regelmäßig zu allen aktuellen Themen. Bei Bedarf können auch weitere Personen aus den Kindergärten gehört werden. Der Kirchengemeinderat bildet einen Unterausschuss, den Kindergartenausschuss, welcher sich aktiv mit allen Themen des Kindergartens auseinandersetzt. Die Mitglieder des Kindergartenausschusses halten Kontakt zum Waldkindergarten. Die Einrichtungsleitung wird bei Bedarf beratend in den Kindergartenausschuss eingeladen.

    Der bzw. die mit dem Kindergartenwesen betraute Pfarrer*in hält Kontakt zum Waldkindergarten und bringt sich aktiv in die religionspädagogische Arbeit mit ein. Der Waldkindergarten gestaltet Gottesdienste mit und bringt sich in das Gemeindeleben der Kirchengemeinde ein.

  • add Qualitätsentwicklung und -sicherung

    Das pädagogische Handeln, die Strukturen, sowie die personellen, materiellen und räumlichen Gegebenheiten in unserem Waldkindergarten werden regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst. Dies geschieht in regelmäßigem Austausch zwischen den Erzieher*innen, den Leitungen und dem Träger. Rückmeldungen aus Gesprächen mit und aus Umfragen unter unseren Waldkindergartenkindern, -eltern und -erzieher*innen sind wichtiger Bestandteil unserer Qualitätssicherung und -entwicklung.

    Im Rahmen von regelmäßigen Fort- und Weiterbildungen sowie Pädagogischen Tagen bilden sich die Erzieher*innen stetig fort und halten so ihr pädagogisches Handeln auf aktuellem Stand.

    Bei Bedarf arbeiten wir mit Kooperationspartnern und Fachberatungsstellen zusammen.

    Das genaue Vorgehen und unsere festgelegten Standards zur Qualitätssicherung und -entwicklung werden in unsrem Qualitätshandbuch festgehalten.

  • add Der Waldkindergarten als Ausbildungsort

    Bei Interesse an einer Stelle für das Anerkennungsjahr der Erzieherausbildung, für die praxisintegrierte Erzieherausbildung (PIA), für ein freiwilliges soziales Jahr (FSJ), für einen Bundesfreiwilligendienst (Bufdi) oder ein Schulpraktikum in unserem Waldkindergarten, darf gerne Kontakt mit uns aufgenommen werden. 

  • add Unsere pädagogische Arbeit

    Der Erziehungs- und Bildungsauftrag

    Die Arbeit unseres Waldkindergartens richtet sich nach den Zielsetzungen aus dem Orientierungsplan für Bildung und Erziehung für Kindertagesstätte in Baden-Württemberg. Der Orientierungsplan wurde nach dem § 9 Abs. 2 KiTaG erstellt.

    Laut dem Kinder-und Jugendhilfegesetz § 22, 22a SGB VIII soll die Erziehung, Bildung und Betreuung durch eine Kindertagestätte in Baden-Württemberg die soziale, emotionale, körperliche und geistige Entwicklung des Kindes fördern.

    Unsere Arbeit soll die Erziehung und Bildung des Kindes in seiner Familie unterstützen und ergänzen und zur besseren Vereinbarkeit von Erwerbs­tätigkeit und Kindererziehung beitragen.

    Ziel unserer Arbeit ist die Entwicklung jeden Kindes zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu unterstützen. Außerdem wollen wir dazu beitragen, dass jedes Kind seine Persönlichkeit und Begabungen zur Entfaltung bringen kann.

     

    Die Partizipation

    Wir richten unser pädagogisches Handeln an den Bedürfnissen, Fähigkeiten und Rechten der Kinder aus. Kinder haben das Recht auf Teilhabe und Mitbestimmung.

    Wir wollen, dass die Kinder bei uns im Waldkindergarten erleben, dass jeder Mensch, egal wie alt er ist, mit seinen Interessen und Bedürfnissen gleichwertig ist. Die Kinder sollen bei uns erfahren, dass sie selbst etwas bewirken können und dürfen. Konkret bedeutet das, dass die Kinder z.B. selbst auswählen dürfen, welchen Waldplatz die Waldkindergartengruppe heute anläuft, welche Lieder im Morgenkreis gesungen werden und wie viel und was die Kinder von ihrem mitgebrachten Vesper essen wollen.

    Manche Dinge dürfen die Kinder auf Grund ihres Entwicklungsstands und ihrer Fähigkeiten noch nicht alleine entscheiden. Hier ist es uns Erzieher*innen wichtig den Kindern den Hintergrund von Entscheidungen und Regeln transparent zu machen.

    In unserem Morgenkreis und Abschlusskreis reflektieren die Kinder und Erzieher*innen regelmäßig wie jeder Einzelne den Tag erlebt hat, was gut war oder gestört hat. Anhand der Erfahrungsberichte werden gemeinsam Regeln entwickelt und geplant, wie der Tag gestaltet werden soll.

     

    Die Inklusion

    Auch Kinder mit besonderen Bedürfnissen sind bei uns im Waldkindergarten willkommen. Dies können Kinder sein, die auf Grund von sozialen, physischen oder psychischen Gegebenheiten schwierigere Voraussetzungen für die Teilhabe an der Gemeinschaft haben als andere Kinder. Gemeinsam mit den Sorgeberechtigten schauen wir, ob und wie wir die jeweiligen Bedürfnisse erfüllen und notwendige Unterstützung geben können. Nur durch den Kontakt zu Kindern, die andere Bedürfnisse, Fähigkeiten und Grenzen haben als sie selbst, können Kinder lernen, einander zu schätzen und zu unterstützen. Es entsteht so die Erkenntnis, dass wir Menschen verschieden sind, uns aber gleichzeitig ergänzen und brauchen.

    Um diese Ziele zu erreichen, arbeiten wir mit verschiedenen Diensten und Stellen wie z.B. der Frühförderstelle, dem Jugendamt oder Ärzt*innen zusammen.

     

    Umgang mit Beschwerden

    Die Waldkindergartenkinder dürfen jeder Zeit gegenüber allen Erzieher*innen Fragen, Wünsche und Unzufriedenheit äußern.

    Dies kann im Eins-zu-Eins-Kontakt, während der freien Bildungszeit, oder z.B. im Morgenkreis, im Beisein aller Kindern und Erzieher*innen, geschehen.

    Wir nehmen alle Anliegen der Kinder ernst, gehen ihnen nach und suchen gemeinsam mit dem sich äußernden Kind nach Lösungen. Das Erzieherteam bespricht Beschwerden von Kindern in seinen Teamsitzungen und reflektiert und plant in diesem Rahmen auch sein pädagogisches Handeln. Unzufriedenheit, Wünsche und Fragen werden von Kindern nicht immer direkt ausgesprochen, sondern sind manchmal auch nur an ihrem Verhalten, ihrer Mimik und Gestik zu erkennen. Manchmal erzählen Kinder auch nur Zuhause ihre Anliegen.

    Wir achten daher darauf, dass wir jedes einzelne Kind feinfühlig und aufmerksam wahrnehmen und gegebenenfalls auch Fragen an es stellen.

    Äußert ein Kind zuhause Fragen, Wünsche oder Unzufriedenheit, die seine Zeit im Waldkindergarten betreffen, bitten wir die Eltern nicht zu zögern und damit direkt auf uns zuzukommen.

    Auch für die Sorgeberechtigten besteht die Möglichkeit mit Anregungen, Fragen und Unzufriedenheit auf das Erzieherteam zuzugehen.

    Dies kann mündlich im Rahmen eines Elterngesprächs, am Telefon innerhalb der Telefonzeiten, oder per Brief oder E-Mail stattfinden.

    Wir werden ihr Anliegen ernst nehmen und es in der nächsten Teambesprechung bearbeiten.

    Ist ihr Anliegen nicht direkt zu klären, werden wir gemeinsam mit ihnen, bei einem zuvor vereinbarten Gesprächstermin, nach einer Lösung suchen. Auch an die Elternbeiräte können Anregungen, Fragen oder Unzufriedenheit herangetragen werden. Diese treten dann diesbezüglich mit uns in Kontakt.

    Alle Beschwerden werden von uns schriftlich festgehalten.

    Bei Bedarf wird der Träger informiert und die Fachliche Leitung und/oder ein*e andere Vertreter*in des Trägers nehmen an dem stattfindenden Gespräch teil.

     

    Datenschutz

    Wir halten uns an die gesetzlichen Regelungen zum Datenschutz. Von uns werden persönliche Daten nur erhoben, wenn diese auch für die Erziehung, Bildung und Betreuung der uns anvertrauten Kinder relevant sind. Gespeichert werden persönliche Daten nur so lange wie es laut Gesetz vorgeschrieben ist. An Dritte werden persönliche Daten nur weitergegeben, wenn dafür von den Sorgeberechtigten eine schriftliche Einwilligung vorliegt. Das genaue Vorgehen ist im Qualitätshandbuch festgehalten und geregelt.

    Das Erzieherteam untersteht der Schweigepflicht. Das bedeutet, uns bekannte personenbezogene Daten und Informationen von Eltern und Kindern werden ohne schriftliche Genehmigung nicht an Dritte weitergegeben.

  • add Die Bildungs- und Entwicklungsfelder des Orientierungsplans

    Körper

    Bei uns im Waldkindergarten sollen sich Kinder wohlfühlen und eine positive Einstellung zu ihrem Körper entwickeln. Zu einem großen Teil entdecken und verstehen Kinder ihren Körper und ihre materielle und soziale Umwelt über Bewegung. Zunächst indem sie als Baby gestreichelt, liebgekost und gepflegt werden. Schließlich indem sie selbst Dinge in den Mund stecken, anfassen und erproben. Über Bewegung erleben und erproben sie ihre Fähigkeiten und Grenzen.

    Es ist uns in unserem Waldkindergarten daher wichtig, dass die Kinder ausreichend Zeit, Raum und Möglichkeiten haben, ihrem natürlichen Bewegungsdrang nachzugehen.

    Die Natur hält für die Kinder verschiedene Materialien, Witterungsbedingungen und Bodenbeschaffenheiten bereit. In der täglichen Auseinandersetzung und Konfrontation mit diesen entwickeln und verfeinern die Kinder ihre grundlegenden fein-, grob- und graphomotorischen Fähigkeiten. Dies geschieht z.B. beim Klettern, Hüpfen, Rennen, Malen, Auffädeln und Schnitzen.

    Damit sich der Körper und Geist nach dem Aktivsein auch wieder erholen kann, achten wir in unserem Waldkindergartenalltag darauf, immer wieder auch Zeiten der Entspannung einzuplanen. Die Kinder dürfen auch einmal nichts tun oder sich zurückziehen und für sich alleine spielen.

    Wir nehmen die Naturgeräusche, -gerüche und -farben um uns herum immer wieder bewusst wahr und lassen sie auf uns wirken.

    Um uns gesund zu halten achten wir beim Toilettengang, dem Händewaschen und Naseputzen auf das Vermitteln der Alltagshygiene.

    Beim gemeinsamen Vesper und Kochen ernähren wir uns abwechslungsreich und gesund und legen auf eine schöne und einladende Atmosphäre wert.

    Im Waldkindergarten treffen die Kinder auf andere Kinder und Erwachsene. Im Umgang mit ihnen wird deutlich, dass nicht alle dasselbe Aussehen und Geschlecht haben und in ihren Interessen, Fähigkeiten und Meinungen auch einmal nicht mit den eigenen übereinstimmen. Hierbei ist es uns wichtig den Kindern zu vermitteln, dass jedes Kind und jeder Erwachsener so wie er ist anerkannt wird und gleich viel wert ist.

     

    Sinne

    Im Wald und auf der Wiese warten vielerlei Dinge, die all unsere Sinne ansprechen, sensibilisieren und erweitern. Der Aufenthalt in der freien Natur ermöglicht es den Kindern ganzheitliche und individuelle Wahrnehmungserfahrungen zu machen. Die Kinder hören z.B. das Rascheln des trockenen Laubes, sie sehen verschiedene Blütenfarben und -formen, sie riechen die vom Regen nasse Erde, sie fühlen spitze Kiefernnadeln oder die raue Oberfläche eines Steins.

    Diese Erfahrungen sammeln sie automatisch während ihrer Zeit bei uns im Waldkindergarten. Sprechen, Lesen, Schreiben und Rechnen ist erst möglich, wenn verschiedene Sinneswahrnehmungen zu einem ganzheitlichen Sinneseindruck miteinander vernetzt und verarbeitet werden und mit Bewegung und Denken verknüpft sind.

    In unserem Waldkindergarten ist es uns daher wichtig den Kindern ausreichend Zeit und Raum zum Experimentieren, Erforschen und Ausprobieren zu geben. Wichtig ist uns auch, dass die Kinder ihre eigenen Ideen und Gedanken zum Ausdruck bringen und auf vielfältige Weise schöpferisch aktiv sein können. Während dem Aufenthalt in der freien Natur wird in besonderer Weise der Gleichgewichts- und Orientierungssinn geschärft. Der unebene Waldboden und das Fehlen von festen Wänden fordert das Auge und die Gleichgewichtsorgane immer wieder heraus, sich auf sich ändernde Gegebenheiten einzustellen.

    Die Natur bietet vielfältige Möglichkeiten sich in Ruhe auf etwas zu fokussieren und sich vor zu vielen Reizen zu schützen - ein wichtiger Hebel dafür, gesund zu bleiben und lernen zu können.

     

    Sprache

    Jedes Kind hat das Bedürfnis Kontakt mit anderen aufzunehmen, sich mitzuteilen und auszutauschen. Mit Hilfe von Sprache eignen wir uns Wissen an, holen wir uns Unterstützung und geben wir selbst Wissen und Hilfe weiter. Der Spracherwerb ist ohne soziale Beziehung nicht möglich!

    Die Grundlage, auf der das Erlernen von Sprache möglich ist, bildet Wertschätzung, Akzeptanz und Liebe, sowie das Vorhandensein von vielfältigen Kommunikationsanregungen.

    In unserem Waldkindergarten ist es uns wichtig die nonverbalen und verbalen Signale jedes Kindes feinfühlig wahrzunehmen und diese zu beantworten. Wir achten darauf, dass unsere Mimik, Gestik und unser Tonfall das wiederspiegelt und verdeutlicht, was wir zu den Kindern sagen und was die Kinder zu uns sagen.

    Wir passen unsere Kommunikation mit den Kindern an deren jeweiligen Fähigkeiten an und freuen uns über große und kleine Spracherfolge.

    Im Waldkindergartenalltag gibt es für die Kinder viele Möglichkeiten sich in ihrer verbalen und nonverbalen Ausdrucksfähigkeit zu üben und diese zu erweitern. Dies geschieht im Morgenkreis z.B. mit Hilfe von Fingerspielen, Liedern, Gedichten, Geschichten und Kreisspielen. Aber auch im gemeinsamen Spiel und der Organisation des Alltags sind die Kinder immer wieder herausgefordert sich sprachlich abzustimmen. Unverzichtbarer Bestandteil des Spracherwerbs ist außerdem, andere Kinder und Erwachsene Sprache anwenden zu hören.

    Das Vorhandensein von vielfältigem Mal- und Schreibmaterial ermöglicht den Kindern gesprochene Sprache durch eigene Bilder, Symbole und Schrift festzuhalten. Der Umgang mit Spielzeug ohne vorgeschriebene Bedeutung regt ebenso zum Gebrauch von Sprache an.

     

    Denken

    Die Denkentwicklung beginnt mit der Strukturierung sinnlicher Wahrnehmungen und Handlungen. Damit sich die Fähigkeit, denken zu können, entwickeln kann, braucht jedes Kind soziale Beziehungen zu anderen Kindern und Erwachsenen. Innerhalb dieser Beziehungen erfährt das Kind emotionale, nonverbale und verbale Anregung und Reaktion, durch die Denkentwicklung erst möglich ist.

    In unserem Waldkindergarten haben die Kinder vielfältige Möglichkeiten zu beobachten, zu untersuchen, zu vergleichen, zu sammeln, zu sortieren und zu benennen. Anregung hierfür können z.B. Wettervorkommnisse, ein vorbeikrabbelndes Tier oder der Klang verschiedener Materialien auf demselben Untergrund sein. Die Kinder sammeln dabei Erfahrungen, die es ihnen ermöglichen zu einer anderen Zeit und Situation Dinge wiederzuerkennen und Verhaltensweisen erneut anzuwenden oder zu verfeinern.

    In der freien Bildungszeit und innerhalb von Angeboten und Projekten werden die Kinder von uns dazu herausgefordert eigene Fragen zu stellen, Erklärungen und Lösungen zu finden und Regeln zu entwickeln und anzuwenden. Elemente aus der Physik, Mathematik und Technik fließen dabei mit ein. Wichtig ist uns, dass die Kinder ihre eigenen Gedanken und Ideen ausdrücken dürfen. Sei es im Gespräch, auf Papier, im Rollenspiel oder in Form von Musik. Es geht uns dabei darum, andere an der eigenen Gedanken- und Gefühlswelt teilhaben zu lassen, zu lernen sich verständlich auszudrücken, Wertschätzung zu erleben und etwas bewirken zu können.

     

    Gefühl und Mitgefühl

    Eigene Gefühle wahrzunehmen und auszudrücken, sowie Gefühle anderer wahrzunehmen und auf diese angemessen zu reagieren, kann nur durch die persönliche Begegnung mit anderen Lebewesen gelernt werden. Medien können die persönliche Begegnung nicht ersetzen.

    Nur durch konstante Bezugspersonen, die sich gegenüber dem Kind beständig und sensibel verhalten, kann sich im Kind Urvertrauen entwickeln.

    In unserem Waldkindergarten begegnen die Kinder, über ihre Kernfamilie hinaus, weiteren Bezugspersonen und Kindern. In der Auseinandersetzung mit diesen können sie erproben und herausfinden mit welcher Mimik, Gestik, Handlung und Tonlage welches Gefühl ausgedrückt wird.

    Bei uns dürfen Kinder und Erwachsene angenehme und unangenehme Gefühle haben und ausdrücken. So kann das Bewusstsein für eigene Emotionen entstehen und Einfühlungsvermögen und Mitgefühl entwickelt sich. Beherrscht ein Kind diese Fähigkeiten, fällt es ihm leichter Freunde zu finden. Wir Erzieher*innen achten darauf, dass unsere Mimik, Gestik und Tonlage mit dem was wir sagen übereinstimmt. Wir sind dadurch für die Kinder berechenbar und vertrauenswürdig.

    Gemeinsam überlegen wir, wie wir unsere Gefühle ausdrücken können, ohne andere dabei zu verletzen. Wir entdecken, dass es manchmal auch wichtig ist, sich selbst mit den eigenen Bedürfnissen zurückzunehmen und sich für Verhalten zu entschuldigen.

    Die freie Natur und der Wald wirken beruhigend und bieten viel Raum um sich zurückzuziehen und sich auch einmal auszuweichen. Stress und Aggressionen wird somit entgegengewirkt.

     

    Sinn/Werte/Religion

    Wir vermitteln in unserem Evangelischen Waldkindergarten den Kindern, dass es gut ist und Sinn macht, dass es sie gibt und dass sie gebraucht werden.

    Jeder Mensch ist von Gott gewollt und geliebt und wir alle sind dazu befähigt und beauftragt unsere Welt zu gestalten und zu bewahren.

    Wir Erzieher*innen sehen uns als Vorbild und leben den Kindern im Alltag vor was Nächstenliebe, Vergebungsbereitschaft, Dankbarkeit und Achtsamkeit bedeuten.

    Im Umgang mit anderen Menschen, deren Werten und Einstellungen entwickeln Kinder eigene Wertehaltungen und Einstellungen. In ihrem Philosophieren und Theologisieren möchten wir den Kindern verständnisvolle Ansprechpartner sein. Gemeinsam wollen wir Gemeinsamkeiten und Unterschiede entdecken und wertschätzen.

    Mit biblischen Geschichten, Liedern, Gebeten, Gottesdiensten und Festen in kindgemäßer Form, wollen wir für die Kinder Möglichkeiten schaffen von den Taten von Jesus Christus und Gottes Liebe zu erfahren, diese zu erleben und Zugänge zu Gott kennenzulernen.

    Der tägliche Aufenthalt in der Natur lässt die Kinder und Erzieher*innen hautnah erleben wie wichtig es ist, diese zu schützen und zu bewahren. Gleichzeitig entsteht Dankbarkeit gegenüber Gott, der uns seine Schöpfung schenkt und uns mit ihr versorgt.

  • add Die Kinder

    Unser Bild vom Kind

    „Wir sehen Kinder nicht als Gefäße, die gefüllt werden müssen, sondern als Feuer, die entfacht werden wollen.“

    Nach Francois Rabelais

    In jedem Kind schlummert ein großes Potenzial an Fähigkeiten und Begabungen. Damit Kinder ihre angelegten Fähigkeiten und Begabungen zeigen und entfalten können, brauchen sie Geborgenheit, Sicherheit und Zutrauen.

    Wichtig ist uns, dass jedes Kind ausreichend Zeit und Material zur Verfügung gestellt bekommt, um seinem natürlichen Drang die Welt zu entdecken, zu begreifen und zu gestalten nachgehen zu können.

    Kinder erschließen sich die Welt aktiv, mit allen ihren Sinnen und am besten in Bewegung und gemeinsam mit anderen.

    Der tägliche Aufenthalt in der freien Natur, in Gemeinschaft mit den anderen Waldkindergartenkindern und dem Erzieherteam, bietet hierfür die besten Voraussetzungen.

     

    Die Rechte der Kinder

    Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat am 20. November 1989 die Kinderrechtskonvention (Übereinkommen über die Rechte des Kindes) verabschiedet. Bis auf die USA haben alle Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen die Kinderrechtskonvention unterzeichnet. (https://www.kinderrechtskonvention.info/)

    Die UNICEF, die Kinderrechtsorganisation der UNO, fasst den 20 Seiten langen Text in zehn Grundrechten zusammen:

    • Das Recht auf Gleichbehandlung und Schutz vor Diskriminierung unabhängig von Religion, Herkunft und Geschlecht;
    • Das Recht auf einen Namen und eine Staatszugehörigkeit;
    • Das Recht auf Gesundheit;
    • Das Recht auf Bildung und Ausbildung;
    • Das Recht auf Freizeit, Spiel und Erholung;
    • Das Recht, sich zu informieren, sich mitzuteilen, gehört zu werden und sich zu versammeln;
    • Das Recht auf eine Privatsphäre und eine gewaltfreie Erziehung im Sinne der Gleichberechtigung und des Friedens;
    • Das Recht auf sofortige Hilfe in Katastrophen und Notlagen und auf Schutz vor Grausamkeit, Vernachlässigung, Ausnutzung und Verfolgung;
    • Das Recht auf eine Familie, elterliche Fürsorge und ein sicheres Zuhause;
    • Das Recht auf Betreuung bei Behinderung.

     

    In der Praxis umfassen die Kinderrechte das Recht:

    • in einer sicheren Umgebung ohne Diskriminierung zu leben,
    • Zugang zu sauberem Wasser, Nahrung, medizinischer Versorgung und Ausbildung zu erhalten,
    • bei Entscheidungen, die ihr Wohlergehen betreffen, das Recht auf Mitsprache

    Unsere Arbeit im Waldkindergarten basiert auf Grundlage dieser Rechte. In unserem Waldkindergarten lernen die Kinder ihre Rechte kennen. Wir helfen den Kindern dabei, im Alltag für ihre Rechte einzustehen.

     

    Der Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung

    Das örtlich zuständige Jugendamt hat gemäß § 8a SGB VIII den Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung zu gewährleisten. Der Träger des Waldkindergartens, die Evangelische Kirchengemeinde Baiersbronn, hat die Vereinbarung zur Umsetzung des Kinderschutzgesetzes nach §8a des SGB VIII mit dem Jugendamt Freudenstadt abgeschlossen. Der Träger einer erlaubnispflichtigen Einrichtung hat dem Landesjugendamt nach § 47 SGB VIII unverzüglich Ereignisse und Entwicklungen, die das Wohl der Kinder beeinträchtigen können, anzuzeigen.

    Es sind bereits Entwicklungen anzeigepflichtig, die nicht sofort Folgen haben – wie z.B. eine personelle Unterbesetzung – aber zu einer Beeinträchtigung führen können.

    Bei dringender Gefahr für das Kindeswohl, insbesondere bei Gefahr für Leib, Leben und Freiheit des Kindes, die von Personen aus dem Lebensumfeld des Kindes ausgeht, ist der Träger dazu verpflichtet unverzüglich die Polizei und das Jugendamt zu informieren.

    Um eine Kindeswohlgefährdung erkennen zu können, nehmen die Erzieher*innen an der Fortbildung des Landratsamtes/Jugendamtes Freudenstadt „Kinderschutz: Umsetzung des §8a SGB VIII in Kindertageseinrichtungen“ im jährlichen Wechsel teil.

    Um sicherzustellen, dass keine Personen, die wegen einer in §72a SGB VIII genannten Straftat rechtskräftig verurteilt wurde, beschäftigt oder vermittelt werden, lässt sich die Evangelische Kirchengemeinde Baiersbronn als Trägerin des Waldkindergartens ein Führungszeugnis nach §30 Absatz 5 des Bundeszentralregistergesetzes von seinen Beschäftigten, bei deren Einstellungsverfahren sowie alle fünf Jahre erneut, vorlegen.

  • add Erziehungspartnerschaft mit den Eltern

    Zusammenarbeit mit den Eltern

    Es ist uns wichtig, dass sich Eltern und Kinder gleichermaßen in unserer Einrichtung wohl und willkommen geheißen fühlen.

    Wir nehmen uns für Fragen und Sorgen, die das Kind betreffen Zeit und tun was uns möglich ist, um Eltern in ihrer Erziehungs- und Bildungsarbeit zu begleiten und zu unterstützen. Wir sind offen dafür die Hintergründe unseres pädagogischen Handelns zu erläutern. Das Geschehen im Waldkindergartenalltag machen wir für die Eltern transparent.

    Wenn Eltern und Erzieher*innen einander Wertschätzung und Vertrauen entgegenbringen und sich gegenseitig an ihren Beobachtungen, Erfahrungen und ihrem Wissen teilhaben lassen, ist es möglich, gemeinsam Bedingungen zu schaffen, die zum Wohle aller beitragen.

     

    Formen der Zusammenarbeit

    Einmal im Jahr findet um den Geburtstag der Kinder herum ein Entwicklungsgespräch satt. Hierbei tauschen sich die Eltern und Erzieher*innen über den aktuellen Entwicklungsstand des jeweiligen Kindes aus. Schön ist es, wenn beide Elternteile beim Gespräch dabei sind.

    Anliegen, die den direkten Waldkindergartentag betreffen, können mit dem Erzieherteam beim Bringen oder Abholen der Kinder in einem kurzen „Tür- und Angelgespräch“ ausgetauscht werden.

    Für sonstige Anliegen bitten wir darum die Telefonzeiten am Nachmittag in Anspruch zu nehmen.

    In der ersten und der zweiten Hälfte des Waldkindergartenjahrs findet jeweils ein Elternabend statt. Der Elternabend dient zur Pflege der Gemeinschaft zwischen den Eltern und dem Erzieherteam und zur Weitergabe aktueller Informationen.  Auch Themen, die die Bildung, Entwicklung und Erziehung der Kinder betreffen können Thema eines Elternabends sein.

    Innerhalb der ersten acht Wochen eines Waldkindergartenjahres wählen die Eltern aus ihrer Mitte zwei Elternbeiräte. Die Elternbeiräte sind das Bindeglied zwischen den Eltern und dem Erzieherteam, dem Träger und der Öffentlichkeit. Die Elternbeiräte geben Informationen, Wünsche, Lob und Kritik der Eltern weiter. Sie setzen sich für die Belange der Kinder ein und unterstützen die Arbeit des Erzieherteams. Pro Waldkindergartenjahr finden zwischen dem Erzieherteam und den Elternbeiräten mindestens zwei gemeinsame Treffen statt.

     

    Elternaktionen

    Wir freuen uns darüber, wenn uns Eltern ihre Kompetenzen zur Verfügung stellen.

    Verfügen Eltern über Wissen zu einem bestimmten Thema, das die Waldkindergartengruppe gerade behandelt, freuen wir uns über Beiträge. Wir sehen es als Bereicherung an, wenn Eltern den Kindern und Erzieher*innen Einblick in ihr Hobby oder ihren Beruf geben.

    Beim Vorbereiten und Durchführen eines Festes, bei Baueinsätzen oder beim Reparieren von Spielmaterial sind wir immer dankbar über Unterstützung.

    Über das Waldkindergartenjahr verteilt finden immer wieder Veranstaltungen statt, zu denen nicht nur die Kinder, sondern auch deren Eltern, Geschwister und Großeltern herzlich eingeladen sind. Dies kann z.B. ein Ausflug, Fest, eine Bastelaktion oder ein Singnachmittag sein.

  • add Die Eingewöhnung

    Der Schnuppertag

    Bevor ein Kind seinen ersten Tag bei uns im Waldkindergarten verbringt, findet ein Schnuppertag statt.

    Am Schnuppertag nimmt das Kind, gemeinsam mit einem Sorgeberechtigten, an einem halben Waldkindergartentag teil. Das Kind und sein Sorgeberechtigter haben dabei die Möglichkeit einmal den täglichen Ablauf selbst mitzuerleben, sowie den Bauwagenplatz, die aktuelle Kindergruppe und das Erzieherteam kennen zu lernen.

    Durch den Schnuppertag ist für das Kind an seinem richtigen ersten Waldkindergartentag nicht mehr alles ganz so neu. Auch für die Sorgeberechtigen ist es hilfreich einmal miterlebt zu haben, was ihr Kind im Waldkindergartenalltag erlebt.

     

    Unser Eingewöhnungskonzept

    Wir gewöhnen die Kinder angelehnt an das „Berliner Eingewöhnungsmodell“ in unseren Waldkindergarten ein.

    An den ersten drei Tagen seiner Eingewöhnung besucht das Kind für maximal zwei Stunden, in Begleitung eines Elternteils oder einer ihm vertrauten Begleitperson, den Waldkindergarten. Die Bezugserzieher*in nimmt in dieser Zeit behutsam Kontakt zum Kind auf.

    Am 3. Tag findet der erste Trennungsversuch statt. Die Begleitperson verabschiedet sich klar und eindeutig vom Kind und verlässt das Waldkindergartengelände.

    Die Reaktion des Kindes auf das Gehen seiner Begleitperson entscheidet über den weiteren Verlauf der Eingewöhnung.

    Bleibt das Kind gelassen oder weint es, lässt sich aber rasch von seine*r Bezugserzieher*in trösten und spielt wieder, wird die Trennungszeit an den folgenden Tagen langsam ausgedehnt.

    Protestiert das Kind, weint es und lässt es sich auch nach einigen Minuten nicht trösten bzw. fängt es erneut ohne ersichtlichen Grund an zu weinen, wird die Begleitperson wieder zurückgeholt. Frühestens am 7.Tag findet der zweite Trennungsversuch statt.

    Beim Abholen informiert die Bezugserzieherin die Begleitperson, wie die Zeit des Kindes im Waldkindergarten war. Außerdem wird die Aufenthaltszeit für den nächsten Tag festgelegt.

    Die Eingewöhnungszeit verläuft bei jedem Kind individuell und unterschiedlich lang. Wichtig ist, dass sich die Begleitperson in den ersten drei bis vier Wochen rufbereit hält, um bei Bedarf rasch vor Ort im Waldkindergarten sein zu können.

    Wenn sich das Kind von seine*r Bezugserzieher*in beruhigen und trösten lässt und grundsätzlich in guter Stimmung spielt, gilt die Eingewöhnung als abgeschlossen.

     

    Das Gespräch über den Eingewöhnungsverlauf

    Nachdem die Eingewöhnung eines Kindes abgeschlossen ist, findet zwischen den Erzieher*innen und den Sorgeberechtigten ein Reflexionsgespräch statt. Hierbei wird gemeinsam reflektiert wie alle Beteiligten die Eingewöhnung erlebt haben.

  • add Übergang in die Grundschule

    Unser Verständnis von Schulreife

    Schulreife setzt sich aus vielen Bestandteilen zusammen.

    So legen wir z.B. Wert darauf, dass die Vorschulkinder in folgenden Bereichen gefördert werden:

    • Verantwortungsvoller Umgang mit Materialien
    • sich in eine Gruppe sozialverträglich einfügen zu können
    • Selbstständiges Lösen von Aufgaben
    • alleine Entscheidungen treffen zu können
    • sich über eine bestimmte Zeit hinweg konzentrieren zu können
    • richtiger Umgang mit Schere, Stift, Papier und Kleber
    • Mengen, Zusammenhänge und Unterschiede erfassen und wiedergeben zu können
    • uvm.

    In unserem Waldkindergarten vertreten wir die Auffassung, dass Kinder, die vor ihrem Wechsel in die Grundschule stehen, noch nicht lesen, schreiben und rechnen können müssen. Diese Fähigkeiten werden in der Grundschulzeit eingeübt.

    Manche Kindergartenkinder haben von sich aus das Interesse z.B. den eigenen Vornamen selbst schreiben zu können oder von etwas die Menge abzuzählen. Beobachten die Erzieher*innen solch ein Interesse, greifen sie dieses auf und begleiten die Kinder auf ihrer Entdeckungstour.

    Es gibt im Waldkindergartenalltag vielfältige Möglichkeiten Interesse an Zahlen, Mengen und Buchstaben zu entdecken bzw. diesem nachzugehen. Im Wald und auf der Wiese begegnen den Kindern unterschiedlichste Naturmaterialien wie Steine, Äste und Kiefernadeln, die zum Experimentieren einladen.

    In unserem Bauwagen und Bollerwagen befindet sich unterschiedliches Mal- und Schreibmaterial, Bilderbücher und Tischspiele welches die Kinder frei nutzen dürfen.

    Fragen wie: „Wie viele Kinder sind heute da?“ Wie viele Handtücher benötigen wir?“; „Welche Zahl habe ich gewürfelt?“ und „Wem gehört dieses Bild?“, sind fester Bestandteil unseres Waldkindergartenalltags.

    Die kognitive Entwicklung ist abhängig davon, ob ein Kind auf Sinneswahrnehmungen und Bewegungserfahrungen zurückgreifen kann und ob es diese miteinander verknüpfen kann. Die Kinder machen während ihrem Aufenthalt im Freien grundlegende und wertvolle Sinnes- und Bewegungserfahrungen wie z.B. balancieren oder etwas genau betrachten. Aus diesem Erfahrungsschatz können die Kinder schöpfen und auf ihn aufbauen.

     

    Vorbereitung auf die Schule

    Einmal in der Woche findet zur Vorbereitung auf die Schule für die Vorschulkinder ein spezielles Angebot statt. Im Waldkindergartenalltag kommt es immer wieder vor, dass die Vorschulkinder besondere Aufgaben übertragen bekommen, die ihnen das Erzieherteam zuteilt und die die jüngeren Kinder noch nicht übernehmen dürfen. Etwa ein Jahr vor dem Wechsel in die Grundschule findet zwischen den Erzieher*innen und den Sorgeberechtigten ein Gespräch statt. In dem Gespräch tauschen sich die Teilnehmer über den Entwicklungsstand der Vorschulkinder aus und es werden Fragen bezüglich des Wechsels in die Grundschule besprochen.

     

    Kooperation mit der Grundschule

    Das Erzieherteam des Waldkindergartens steht in regelmäßigem Austausch mit der Grundschule Baiersbronn. Die Vorschulkinder des Waldkindergartens werden regelmäßig von der/dem Kooperationslehrer/ in im Waldkindergarten besucht. Auch Besuche der Vorschulkinder in der Grundschule sind fester Bestandteil des letzten Waldkindergartenjahres. Die gegenseitigen Besuche ermöglichen, sich gegenseitig kennenzulernen und den Übergang in die Schule behutsam zu gestalten.

    Nach schriftlicher Einverständniserklärung der Sorgeberechtigten beobachtet und dokumentiert das Erzieherteam den Entwicklungsstand der Vorschulkinder regelmäßig und trifft sich mit der/dem Kooperationslehrer/in zum Austausch.

     

  • add Beobachtungs- und Dokumentationskonzept

    Im Waldkindergartenalltag beobachten, dokumentieren und reflektieren wir den Bildungs- und Entwicklungsstand der Kinder kontinuierlich. Hierfür ist eine schriftliche Einwilligung der Sorgeberechtigten nötig.

    Wir wenden im Waldkindergartenalltag die spontane und die systematische Beobachtung an.

    Grundlage unserer systematischen Beobachtung ist der Ravensburger Bogen zur Entwicklungsbeobachtung und weitere selbst entwickelte Beobachtungsunterlagen.

    Mit Hilfe des Ravensburger Bogens wird die Entwicklung der Kinder in folgenden Bereichen beobachtet:

    • Sozialverhalten
    • Emotionale Entwicklung
    • Kognitive Entwicklung (Lernen)
    • Sprachliche Entwicklung
    • Kreativität
    • Spielverhalten (Motivation)
    • Körperliche Entwicklung

    In den wöchentlich stattfindenden Teamsitzungen formulieren wird anhand der Beobachtungsergebnisse, für jedes Kind, individuelle Entwicklungsziele. Gemeinsam wird das sich daraus ableitende pädagogische Handeln festgelegt und geplant.

    Bei den einmal im Jahr stattfindenden Entwicklungsgesprächen tauscht sich die Erzieher*innen mit den Eltern über das Ergebnis der Beobachtungen und Zielsetzungen aus.

    Jedes Waldkindergartenkind hat im Bauwagen einen eigenen Waldkindergartenordner, in welchem Fotos, selbstgestaltete Bilder und sonstige Unterlagen des Kindes abgeheftet werden, die seine Entwicklungsschritte und Waldkindergartenzeit dokumentieren.

     

  • add Was uns noch wichtig ist

    Die Waldkindergartenpädagogik

    Das Erschließen der Welt und des Lebensraums Wald geschieht in unserem Waldkindergarten in erster Linie durch Primärerfahrungen. Das bedeutet die Kinder lernen, indem sie selbst erleben.

    Das Wissen und die Fähigkeiten, die sich Kinder bei uns aneignen, entwickeln sich aus eigenen Beobachtungen, Experimenten und Erlebnissen. Wichtig ist uns dabei, dass alle Sinne der Kinder angesprochen werden. Der Wald bietet eine Vielzahl von Farben, Formen, Gerüchen, Geschmäckern, Bodenbeschaffenheiten, Geräuschen und Materialien. Diese sind nicht gleichbleibend, sondern verändern sich je nach Wetter, Tages- und Jahreszeit.

    Während ihres Aufenthalts im Wald erfahren die Kinder, dass ihr Handeln und das Handeln anderer Auswirkungen hat. Wir möchten den Kindern vermitteln, dass Pflanzen, Tiere und Menschen aufeinander angewiesen sind. Wird Einer verletzt oder ausgebeutet, hat das auch Auswirkungen auf die Anderen. Wir alle haben den Auftrag aufeinander zu achten und füreinander zu sorgen. Uns ist es daher ein Anliegen ressourcenschonend und nachhaltig mit den uns geschenkten und zu Verfügung gestellten Gütern umzugehen.

     

    Die Religionspädagogik

    In unserem Waldkindergarten sind Familien jeder Religionszugehörigkeit willkommen. Der Träger unseres Waldkindergartens ist die Evangelische Kirchengemeinde Baiersbronn.

    In Artikel 12 Abs. 1 der Verfassung des Landes Baden-Württemberg heißt es:

    „Die Jugend ist in Ehrfurcht vor Gott, im Geiste der christlichen Nächstenliebe, zur Brüderlichkeit aller Menschen und zur Friedensliebe (...) zu erziehen.

    Die Umsetzung des Auftrags ist an folgenden Bestandteilen unseres Kindergartenalltags erkennbar:

    • Gebete
    • das Singen christlicher Lieder
    • das Erzählen und Nachspielen biblischer Geschichten
    • feiern kirchlicher Feste z.B. Ostern, Weihnachten, Erntedankfest
    • Mitgestaltung von Gottesdiensten
    • Besuche des Pfarrers im Waldkindergarten
    • Das Erzieherteam lebt den Kindern im Kindergartenalltag die Bedeutung von Wertschätzung, Verlässlichkeit, Vergebungsbereitschaft, Zuversicht und Nächstenliebe vor.
    • Wir legen Wert darauf, dass wir freundlich und wertschätzend miteinander umgehen, unabhängig vom Geschlecht, Nationalität, Kultur, Alter, Behinderung, sexueller Orientierung und Religion.

     

    Die freie Bildungszeit

    Die freie Bildungszeit nimmt in unsrem Waldkindergarten einen großen und wichtigen Teil des Tages ein. In der freien Bildungszeit dürfen die Kinder selbst wählen wo, mit wem, was und wie lange sie spielen möchten. Auch nichts zu spielen, etwas zu beobachten, sich auszuruhen oder seinen Gedanken nachzuhängen ist erlaubt. Für Kinder ist es wichtig, viel Zeit für freie Bildung zu haben, damit sie:

    • eigene Ideen entwickeln und verwirklichen können
    • ihre Bedürfnisse spüren und stillen können
    • dazu angeregt werden selbsttätig und somit selbstständig und selbstbewusst zu werden

    Für uns birgt die freie Bildungszeit viele wertvolle Gelegenheiten die Kinder mit ihren Fähigkeiten, Interessen und Bedürfnissen zu beobachten und diese zu dokumentieren.

     

    Das situationsorientierte Handeln

    Das Erzieherteam des Waldkindergartens gestaltet den Morgenkreis, Tages- und Wochenablauf, Angebote, Projekte, Ausflüge und Feste situationsorientiert. Das bedeutet, dass unsere Planung und Umsetzung an den aktuellen Interessen und Bedürfnisse der Kinder, der aktuellen Jahreszeit, aktuellen Erlebnissen und Ereignissen und aktuell anstehenden kulturellen und kirchlichen Festen und Feiertagen ausgerichtet wird.

    Um dies zu verwirklichen muss das Erzieherteam die Interessen, Fähigkeiten und Bedürfnissen jedes einzelnen Kindes, sowie die eigenen wahrnehmen, diese miteinander in Balance bringen und für sie Zeit und Raum schaffen. Auch neue Impulse von außen werden gesetzt, wenn hierfür bei den Kindern Bedarf vorhanden ist.

  • add Unsere Kooperationspartner

    Wir arbeiten im Alltag mit unterschiedlichen Kooperationspartner zusammen. Die folgende Auflistung zeigt unsere regelmäßigen Kooperationspartner:

    • Bauhof
    • Forstamt
    • Nationalpark Schwarzwald
    • Jagdamt
    • Kindergartenfachberatung
    • Landesverband für Wald- und Naturkindergärten
    • Kindergärten Baiersbronn
    • Grundschulen Baiersbronn
    • Jugendamt
    • KVJS
    • Gesundheitsamt
    • Interdisziplinäre Frühförderstelle
    • Kinderärzte
    • Deutsche Gesetzliche Unfallversicherungen DGUV
    • ortsansässige familien- bzw. kinderbezogene Institutionen
  • add Unsere Öffentlichkeitsarbeit

    Wir wollen die Öffentlichkeit an unserem Kindergartenalltag teilhaben lassen. Hierfür nutzen wir unter anderem folgende Medien und Informationswege:

    • Tag des offenen Waldes
    • Berichte im Gemeindeblatt/Zeitung
    • Mitwirkung an Gottesdiensten der Evangelischen Kirchengemeinde Baiersbronn
    • Internetauftritt 

date_range Veranstaltungen unseres Kindergartens